» Themen

Seminar „Europa und die Uni“


Das Seminar „Europa und die Uni“ fand am 14. und 15. Mai 2004 in der Europäischen Akademie Otzenhausen statt und wurde in Zusammenarbeit der Initiative Wissenschaft Saar mit dem Projekt Uni-Zukunft im AStA der Universität des Saarlandes (UdS) durchgeführt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand die Frage, wie das Europa-Profil der Universität konkretisiert und weiterentwickelt werden kann. Die Seminarleitung übernahmen Martin Sand und Johannes Büchs. Die Nachfrage war so stark, dass das Seminar letztlich überbucht war. Als Referenten nahmen an der Tagung die Europaabgeordneten Jo Leinen (SPD) und Doris Pack (CDU), die Professoren Werner Meng (Direktor des Europa-Institutes), Filippo Ranieri (Leiter des Institus für Europäisches Recht) und Roland Marti sowie Fabienne Replumaz (SOKRATES/ERASMUS-Koordinatorin im Akademischen Auslandsamt der Universität des Saarlandes) und Corinna Hahn von der „European Research and Projekt Office GmbH“ (Eurice) teil.

Ein mögliches Europa-Profil der Universität des Saarlandes wurde aus unterschiedlichen Per-spektiven beleuchtet. So wurde das traditionsreiche Europa-Institut als ein wichtiger Pfeiler in diesem Bereich vorgestellt. Da sich dessen Angebote aber ausschließlich an Studierende richten, die bereits über einen Hochschulabschluss verfügen, wurde die Frage vertieft, auf welche Weise das Europa-Profil auch für Studierende ab dem ersten Semester erfahrbar sei und zugleich neue Potentiale in Lehre und Forschung erschlossen würden. Eine mögliche ausführlich diskutierte strategische Entscheidung wäre die Einrichtung eines „Europa-Zentrums“, das die Bereiche „Partnerschaften“, „Weiterbildung“, „Infobörse“, „Forschungsprojekte“, „think tank“, „Europa-Studien“ und „Unternehmensansiedlungen“ umfassen soll. Das Zentrum könnte somit Effekte nach innen und außen schaffen. Die Einwerbung von Drittmitteln und Projekten gehört ebenso zu seinen Aufgaben wie ein hochwertiges interdisziplinäres Studienangebot, das den Studierenden eine besondere Qualifikation mit europäischer Ausrichtung ermöglicht. Einen besonderen Schwerpunkt legt das Zentrumskonzept auf Projekte, die Studierende selbständig oder gemeinsam mit Lehrenden durchführen können. Der so genannte „think tank“ soll eine Ideenschmiede und zugleich auch eine Möglichkeit der Elitenförderung darstellen. Im Verlauf des Seminars wurden viele interessante Vorträge gehalten, unter anderem zur Forschungsförderung der EU oder aber zu Programmen, die den europäischen Studierendenaustausch fördern. Zugleich wurde mit den Europaabgeordneten der politischen Rahmen für eine entsprechende Weiterentwicklung der Uni beleuchtet.